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Fußball grenzenlos ein voller Erfolg

Trotz sturzbachartiger Regenfälle ist das Fußball grenzenlos Turnier vom 23. bis 25. Juli 2010 sehr erfolgreich abgelaufen. Insgesamt 24 Teams waren am Start und haben sich tapfer durch den Schlamm gekickt Die Fittesten waren am Ende die "Dudes" aus Großhennersdorf, die sowohl im Fußball, als auch beim Fairplay und Spaßspielen die Nase vorn hatten. Auf den Plätzen folgten "Team Hervorragend" und die "Blackouts".
Ein großer Dank geht an alle Unterstützer, Helfer, Spieler und natürlich an die Bands, die den Samstag Abend ordentlich gerockt haben!

Fußball grenzenlos vom 23.07.-25.07.2010 auf dem Horken/Kittlitz

 
Die Fußball WM ist gerade vorbei und alle, die noch nicht genug vom runden Leder haben können jetzt beim 7. Antirassistischen Fußballturnier der Vereine „Augen auf“ und „Partysahnen“ selbst für den nötigen Wirbel auf dem Platz sorgen. Auf dem Horken in Kitllitz wird auch in diesem Jahr nicht nur ein buntes Programm geboten, sondern auch ein Zeichen Gesetzt für Respekt, Toleranz und gegen Rasissmuss. Neben dem Fußball Turnier werden auch Volleyball und viele Spaßspiele dazu beitragen, dass niemandem langweilig wird. Dafür sorgen auch die Mitglieder des Löbauer Biker und Skater Clubs e.V. mit einer Fahrradrampe, die das gesamte Wochenende den Besuchern zur Verfügung steht. Unter fachmännischer Anleitung und natürlich mit den nötigen Sicherheitsvorkehrungen kann hier in die Schaumstoffgrube gesprungen werden. Die Ausstellungen „Kicker, Kämpfer und Legenden-Juden im deutschen Fußball“ und „Brennpunkt Ostsachsen-Nazis im Gegenwind“ werden ebenfalls zu sehen sein. Freitag Abend wird dann das Akustik Projekt „Audiolyse“ feinste Pop Perlen zu Gehör bringen. Am Samstag spielen die Teams, die sich bei den 3Eck Soccer Turnieren qualifiziert haben ihren Sieger in der Finalrunde aus und am Abend wird es musikalisch heiß her gehen. Insgesamt 5 Bands werden sich nacheinander die Instrumente in die Hand drücken, wie zum Beispiel die Oi Punker „Lost Boyz Army“ aus dem Ruhrpott oder die „Ska Conspiracy“ aus Prag.
Für das ganze Wochenende ist der Eintritt und auch die Nutzung des Zeltplatzes frei! Wer gern selber noch ein Fußball Team anmelden möchte, der braucht nur noch 6 weitere Mitspieler und eine Mail zu schreiben an:oliver@augenauf.net Alle weiteren Infos gibt es hier: www.augenauf.net

Ausstellung: Kicker-Kämpfer & Legenden - Juden im deutschen Fußball 17.07.-01.08.2010

 
Der Beitrag von Juden zum deutschen Fußball bis zu deren Vernichtung durch die Nazis lässt sich anhand von fünf Protagonisten in der Ausstellung verfolgen. Sie beschäftigt sich aber auch mit dem jüdischen Fußball nach 1945 und fragt nach der gesellschaftlichen Verantwortung von Fußball heute, die über das Spiel mit dem Ball weit hinausreicht.

Die Ausstellung wurde vom Centrum Judaicum in Berlin konzipiert.
Orte:

17.07.-23.07.2010 in Löbau Poststr.20 (ehem."Zweirad-Steffen")

26.07.-01.08.2010 in Ebersbach/Sa. Jugendclub C4 - Hofweg 41

24.07.-25.07.2010 beim "Fußball grenzenlos" Turnier auf dem Horken/Kittlitz

Öffnungszeiten:

Montag bis Sonntag 16:00-20:00 Uhr - Führungen nach Anmeldung unter: 03585 - 468418

Mit freundlicher Unterstützung von:


 

Die "Stadtstelle Löbau" lädt am 23.02.10 zu einer Lesung in der Stadtbibliothek Löbau ein!

Der freie Autor und Journalist Robert Domes wird um 19 Uhr (Dauer ca.90 min) in der Stadtbibliothek Löbau, Altmarkt 1, aus seinem Roman "Nebel im August - Die Lebensgeschichte des Ernst Lossa" vorlesen.
Robert Domes hatte vor einigen Jahren per Zufall die Krankenakte eines Jungen in die Hände bekommen, der 1944 in einer bayerischen Heil- und Pflegeanstalt im Zuge der "Euthanasie-Aktion" ermordet wurde. Der Fall war so spannend, dass er sich entschloss, das Leben dieses Jungen zu recherchieren.
So entstand schließlich die Romanbiografie "Nebel im August - die Lebensgeschichte von Ernst Lossa". Der Journalist Robert Domes erzählt die wahre Geschichte Ernst Lossas aus der Perspektive des Jungen mit beeindruckender Intensität. Es ist die Geschichte eines Außenseiters, eines Lausebengels, eines Träumers, der sich nach nichts weiter sehnt als nach Geborgenheit, Respekt und Liebe.

Weitere Infos zu der Person Robert Domes und seinem Roman "Nebel im August" unter www.robertdomes.com zu finden!

Die "Stadtstelle Löbau" präsentiert: 2 interessante Ausstellungen vom 25.01 bis 21.02.2010

in Löbau, Poststraße 20 (ehemals "Zweiradsteffen")

Öffnungszeiten der Ausstellungen:
Mo - So von 15:00 bis 19:00 Uhr

Anmeldung von Führungen unter der Telefon-Nummer: 03585 /46 84 18

 
1. Ausstellung: vom 25.01.10 bis 18.02.10
ACHTUNG: Ausstellungszeit wurde verlängert!

"Zwischen großem Berg und Lindenallee - Der Katharinenhof während der Zeit des Nationalsozialismus“

Diese Ausstellung wird von der Umweltbibliothek Großhennersdorf zur Verfügung gestellt. Der Katharinenhof beherbergt bereits seit 275 Jahren unter pflegerischer Betreuung Menschen mit Behinderungen.
Das Thema der Ausstellung behandelt die dramatische Zeit des Nationalsozialismus auf dem Katharinenhof in Großhennersdorf. Denn zu Zeiten des Nationalsozialismus wurden Behinderte systematisch umgebracht, darunter waren auch die Kinder des Katharinenhofes.
Durch die Ausstellung soll ein Stück sächsischer Regionalgeschichte erzählt und an die Opfer gedacht werden.
Zusätzlich wird der gleichnamige Film (39 min) wird während der Ausstellung präsentiert.
 
 
2. Ausstellung: vom 08.02.10 bis 21.02.10

„Unser Ausland“

In Zusammenarbeit mit dem Verein "Gesicht Zei­gen! Für ein welt­of­fe­nes Deutsch­land e.V." stellt die Ausstellung 10 Experten aus 10 Ländern vor und was Ihnen hierzulande auffällt. Menschen aus allen Ländern der Welt leben in Deutschland. Was sie mitbringen ist ein spezieller Blick auf deutsche Lebensweisen und Umgangsformen. Eine meist amüsante, oft spielerische Annäherung an deutsche Eigenarten, öffnet unseren Blick – für den Blick des Anderen.

Der gleichnamige Film (120 min) wird ebenfalls während der Ausstellung präsentiert.
 

Vielen Dank für die freundliche Unterstützung durch die „Umweltbibliothek Großhennersdorf e.V.“, "Gesicht zeigen!" e.V. und die Förderung durch das Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“!

Polizeiaufgebot geht gegen Rechte vor

Sächsische Zeitung, 11. Januar 2010

Geschätzte 50 Beamte haben Sonnabend auf Bitten der Stadt Zittau versucht, ein rechtsextremes Konzert in einem Privathaus zu unterbinden.

Wer am Sonnabendabend mit dem Auto vom Ring kommend durch die Äußere Oybiner Straße wollte, musste sich gedulden: Durch eine Polizeikontrolle kam es an der Kreuzung zeitweise zu stockendem Verkehr. Privatwagen, Taxis, Transporter und die Räumfahrzeuge vom Winterdienst standen Schlange. Viele Fußgänger waren neugierig, blieben stehen und schauten sich den Polizeieinsatz an.

Die Äußere Oybiner wie auch die Neue Straße glichen an diesem Abend einem Großparkplatz für Polizeiautos. Dort standen geschätzt zwölf Einsatzfahrzeuge, am Polizeirevier am Ring noch einmal mindestens vier. Die Polizei war mit ihren hiesigen Kräften und der Unterstützung durch die Bereitschaftspolizei angerückt.

Geschätzte 40 bis 50 Einsatzkräfte kontrollierten an den beiden Enden der Äußeren Oybiner und in der Neuen Straße die Autos und Passanten. Genauere Angaben wollte die Polizei aus taktischen Gründen nicht machen.

Einige Menschen – besonders solche mit kurzen Haaren und militärischer Kleidung – mussten eine genauere Untersuchung über sich ergehen lassen. Der Inhalt ihrer Taschen und Beutel wurde durchsucht und die Personalien wurden aufgenommen. Es gab auch Leibesvisitationen. Einzelne Jugendliche mussten sich mit erhobenen Armen an eine Wand stellen und abtasten lassen.

Der Grund für den massiven Polizeieinsatz war die Einladung des rechtsextremen Vereins „Nationaler Jugendblock“ (NJB) zu einem Konzert am vergangenen Sonnabendabend. Mehrere einschlägig bekannte Bands sollten auftreten. Als Ort hatte der Verein das von ihm genutzte Privathaus an der Äußeren Oybiner Straße angegeben. Dafür geworben hat der Verein unter anderem im Internet unter dem Titel „Make some noise“.

Das Gebäude ist als Wohnhaus gemeldet und somit als Veranstaltungsort ungeeignet. „In Wohnhäusern sind Konzerte mit vielen Gästen untersagt“, erklärte Carsten Weber, Revierführer der Polizei Zittau, am Sonnabendabend. Das hat baurechtliche Gründe. Für Veranstaltungsorte gelten spezielle Vorschriften, beginnend beim Brandschutz über ordnungsgemäße Fluchtwege bis hin zu ausreichenden sanitären Anlagen. „Das dient vor allem dem Schutz von Menschenleben“, sagt Weber. Diese Vorschriften muss jeder Veranstalter beachten und einhalten. Weil die Sicherheit der Besucher nicht gewährleistet war, untersagte die Stadt Zittau die Veranstaltung mit einer Verfügung. Zur Durchsetzung des Verbotes bat die Verwaltung die Polizei um Hilfe. Das große Aufgebot erklärte die Polizei gegenüber der SZ mit etwa 200 zu erwartenden Gästen. Und wie am Sonntag von der Polizei zu erfahren war, hat das Konzert nicht stattgefunden. Die Musiker waren nicht angereist.

Der Konzert-Veranstalter erhielt ein Duplikat der Verfügung. Zuvor wurde dem Hausbesitzer das Original per Post zugestellt. Damit hatte die Stadt Zittau im Vorfeld ihre Möglichkeiten ausgeschöpft.

Letztendlich kamen jedoch, wohl aufgrund der Witterungsverhältnisse, wesentlich weniger Gäste als erwartet.

Der Großeinsatz endete mit drei Strafanzeigen. Es gab keine Festnahmen oder Sachbeschädigungen. Die Lage blieb ruhig.

Von Elke Fugmann

Ausländer sollen sich in Görlitz wohler fühlen

Sächsische Zeitung, 24.12.2009

Herr Opitz, Sie sind dabei, ein Patenschaftsnetzwerk in Görlitz zu gründen, das Einwanderer und Einheimische einander näherbringen soll. Warum?

Weil für beide Seiten Vorteile entstehen und das Zusammenleben bunter wird. Für die Einwanderer ist es nicht immer leicht, Fuß zu fassen. Wir wollen ihnen eine Plattform bieten, wo sie leichter auf Einheimische zugehen können und auf andere Ausländer, die schon länger hier leben. Für die Einheimischen kommt ein spannender Blick über den Tellerrand heraus.

Ein ähnliches Projekt gab es bereits im Raum Niesky, die jetzige Idee kommt aus Weißwasser.

Ja, es läuft unter der christlichen Initiative für Jugend- und Sozialarbeit, Impuls e.V. Das Bundesamt für Migration und der Landkreis fördern es. Wir haben gute Erfahrungen gesammelt, die wir in Görlitz nutzen wollen. Es geht aber nicht darum, etwas überzustülpen. Es gibt in Görlitz schon gute Ansätze zu diesem Thema. Wir arbeiten mit dem Görlitzer Netzwerk für Integration und Trägern wie Ca-Tee-Drale und Caritas zusammen.

Weißwasser mit seinen vielen Spätaussiedlern scheint solch ein Netzwerk mehr zu brauchen als Görlitz.

Die Kontakte zu Görlitz bestehen schon länger. Jugendmigrationsdienst und Erstberatung durch die Caritas werden auch in Görlitz gut genutzt. Für konkrete Zahlen zu Einwanderern in der Stadt habe ich bei der Ausländerbeauftragten des Kreises schon angefragt.

Ein erstes Treffen des Netzwerks gab es schon. Wie lief es?

Sehr gut, es sind über 20 Interessierte gekommen, darunter viele Polen, aber auch Leute aus Ukraine, Russland, Vietnam, Türkei, Iran. Es entstand ein sehr offenes Gespräch. Leider waren nur vereinzelt Einheimische da. Es wird jetzt unsere Aufgabe, das zu ändern.

Wie könnte das gehen?

Wir wollen persönliche Beziehungen fördern und haben unter anderem Patenschaften zwischen Einheimischen und Zugewanderten im Kopf. Auch ein Selbsthilfenetzwerk könnte aufgebaut werden.

Gespräch: Jenny Ebert

Nächster Treff des Netzwerks: 25. Januar,

16 Uhr, Caritas-Kreisstelle, Wilhelmsplatz 2.

Polizist muss nach Einsatz gegen Randalierer vor Gericht

Sächsische Zeitung, 14.12.2009

Immer öfter müssen sich die Gerichte mit Auseinandersetzungen zwischen rechten und linken Gruppierungen beschäftigen.
Löbau. Vor dem Löbauer Amtsgericht muss sich heute ein Polizeibeamter verantworten. Ihm wird Körperverletzung im Amt vorgeworfen. Der Beklagte hatte zur Jahreswende 2008/2009 in Löbau in eine Auseinandersetzung rechter und linker Gruppierungen eingegriffen. Die Jugendlichen hatten damals auf dem Altmarkt randaliert und waren mit Platzverweis belegt worden. Allerdings hatten dem nicht alle Folge geleistet, sodass die Polizei eingreifen musste. Dem Beamten wird nun vorgeworfen, in Ausübung seines Amtes am Boden liegende Männer getreten und geschlagen zu haben. Außerdem soll ein Jugendlicher, der ihn tätlich angegriffen hatte, bei dem Gerangel gestürzt sein, wobei er sich einen Fuß brach. Gegen den Geschädigten wurde bereits ein Verfahren wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt geführt. Es wurde jedoch eingestellt. Das Gericht hatte bei der Urteilsfindung die Verletzung des Sprunggelenks berücksichtigt. Heute soll die Rechtsmedizin nun unter anderem auch die Hintergründe für besagten Bruch klären.

Die öffentliche Sitzung beginnt um 9Uhr.

Täter geht in Berufung

Görlitz. Am Görlitzer Landgericht wird heute die Strafsache gegen David H. wegen schwerer Körperverletzung weiter verhandelt. Er steht erneut vor Gericht. Nachdem ihn das Löbauer Amtsgericht im Juli dieses Jahres zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten ohne Bewährung verurteilt hatte, war er in Berufung gegangen.

Verhandelt wird die Tat vom 19. April 2008. Damals hatte der heute 27-jährige Löbauer mit seinem jüngeren Bruder und einem 40-Jährigen aus Reichenbach/Vogtland drei Jugendliche schwer verletzt. Die Täter, die das Gericht der rechten Szene zuordnete, waren damals zum Löbauer Bahnhof gekommen, um Gewalt anzuwenden. Sie prügelten dort auf zwei junge Männer und eine 18-Jährige ein, traten sie mehrfach mit ihren Stiefeln. Die junge Frau musste schwer verletzt zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden.

Amtsgerichtsdirektor Dr. Keßelring wertete die Tat damals als Abrechnung der rechten mit der linken Szene. Der jetzt vor dem Landgericht stehende David H. ist bereits wegen räuberischer Erpressung und Körperverletzung mehrfach vorbestraft. Vorsitzender Richter ist Uwe Böcker. Der Angeklagte wird von Rechtsanwalt Peter Donath verteidigt.

Die Sitzung ist öffentlich. Sie beginnt um9Uhr.