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Die Initiative: Wer
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Das Zittauer Fest der Verständigung setzt ein Zeichen
gegen Intoleranz, Rassismus und Hass. Erfreulicherweise entstehen
in unserer Zivilgesellschaft inzwischen immer mehr Initiativen
gegen Rechts. Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen
setzen sich gemeinsam gegen Ausgrenzung und Ausländerfeindlichkeit
in ihrer Stadt, ihrem Dorf, ihrer Region zur Wehr. Das zeigt,
dass die intensive politische und gesellschaftliche Diskussion
um den Rechtsextremismus, auch die Berichterstattung vieler
Medien, nicht ohne Folgen geblieben ist. Im deutsch-polnisch-tschechischen
Dreiländereck hat die Initiative Augen auf - Zivilcourage
zeigen grenzübergreifendes Engagement gegen rechtsextremistische
Tendenzen ausgelöst. Beim Fest der Verständigung treten
deutsche, tschechische und polnische Künstlerinnen und
Künstler mit der Enthüllung einer gemeinsam gestalteten
Skulptur für kulturelle Offenheit und Toleranz in Europa
ein. Das ist ein gutes Signal für die anstehende EU-Osterweiterung.
Sie wird für Zittau und die Euro-Region Neisse auch neue
Chancen zum Abbau der hohen Arbeitslosigkeit eröffnen.
Verbesserte berufliche Möglichkeiten können gerade
der Abwanderung von Jugendlichen aus der Region entgegenwirken
und dazu beitragen, Frustration und Perspektivlosigkeit abzubauen
- Stimmungslagen, die sich Rechtsextremisten häufig für
ihre antidemokratischen und fremdenfeindlichen Parolen zunutze
machen. Ich wünsche dem Zittauer Fest der Verständigung
eine weite Resonanz und der Arbeit der Initiative Augen auf
- Zivilcourage zeigen viel Erfolg. |
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::: Wolfgang Thierse :::
::: PRÄSIDENT DES DEUTSCHEN BUNDESTAGES UND SCHIRMHERR
DES ZITTAUER FESTES :::
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Wir unterstützen Augen auf, um unseren Standpunkt
deutlich zum Ausdruck zu bringen. Es macht uns sehr betroffen,
dass unser Firmenlogo dem Stolz auf eine kranke Sache
dient. Neonazi-PR fördert unsere Umsätze nicht,
das Gegenteil ist der Fall. In Deutschland verkaufen wir
weniger als bspw. in Italien, obwohl Deutschland etwa
40 Millionen mehr Einwohner hat. Aber in Italien haben
die Buchstaben NSDA genau so wenig zu bedeuten
wie in England! Es ist nicht unsere Aufgabe, politische
Probleme zu lösen; viel lieber haben wir mit politischen
Dingen nichts zu tun. ::: Ewout Rameijer,
LONSDALE LONDON :::
Gewalt hat noch nie etwas geändert. Egal, wann
und wo, Gewalt war nie der Schlüssel in eine bessere
Zukunft. Es ist schade, dass sich so viele Menschen vor
etwas fürchten, was sie nicht kennen oder begreifen
wollen. In einer Zeit, in der immer mehr Menschen verlernen,
miteinander zu reden, ist es um so wichtiger, klare Standpunkte
mit Worten und mit Taten einzunehmen. Deshalb unterstützen
wir Augen auf - Zivilcourage zeigen.
Wer andere Menschen verachtet, weil sie anders sind, sollte
ernsthaft darüber nachdenken, ob er selbst noch ein
Mensch ist.
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Seit Jahren warnen Initiativen, Vereine, Prominente und
einige Ämter vor der immer weiter wachenden Bedrohung durch
Rassisten, Faschisten und Nationalsozialisten in der heutigen
Zeit. Ohne wesentlichen Erfolg. Bis die Medien im letzten Jahr,
nach einigen in ihrer Brutalität kaum zu übertreffenden
Weise stattgefunden Übergriffen der Rechten
gegenüber Andersdenkenden und Andersaussehenden, dieser
fatalen Situation endlich Aufmerksamkeit schenkten.
Seither brauchen sich Menschen nicht mehr zu verstecken, die
etwas gegen den braunen Schmutz unternehmen. Veranstaltungen
gegen Rassismus und Intoleranz sind in fast jeder Ecke Deutschlands
in den Terminkalendern zu finden. Um so freundlicher war ich
überrascht, aus der so angeprangerten Oberlausitz eine
Anfrage für einen Auftritt auf einem Fest der Verständigung
im Dreiländereck zu Polen, Tschechien und Deutschland zu
erhalten. Leider standen einem Auftritt meinerseits bereits
Termine im Wege. Dennoch hat das Kulturwochenende Augen auf
- Zivilcourage zeigen meine absolute Unterstützung
und ich wünsche, dass sich möglichst viele Menschen
dieser Sache annehmen, um auch in dieser Region der Intoleranz
und der Gewalt gegenüber die Augen auf zu machen und nicht
wegzuschauen. Es darf keinen Winkel mehr geben, in dem sich
dieses braune Pack - geschützt vom Wegschauen anderer Menschen
- ihren verbrecherischen Taten ungestört hingeben können.
Am Kulturwochenende bin ich in Gedanken bei euch, und bei der
nächstmöglichen Gelegenheit steige ich für Augen
auf in Zittau auf die Bühne. Augen auf - Zivilcourage
zeigen! Viel Glück, ahoi, Euer Udo. |
| ::: Udo Lindenberg :::
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Wir denken, dass es für jeden Menschen extrem wichtig
ist, sich seines täglichen Handelns im sozialen Umfeld
bewusst zu sein. Toleranz ist nur ein Element oder eine Voraussetzung
von vielen, die eine Gemeinschaft benötigt, um gesund zu
funktionieren. Wir glauben aber auch, dass es nichts bringt,
bekloppten Rechten immer wieder diesen doch sehr abstrakten
Begriff um die Ohren zu hauen - was kann denn ein ungebildeter
und von seiner sozialen Sitiuation frustrierter Mensch schon
mit so einem Wort anfangen, wenn er nur Sorgen mit seinem Leben
hat. Dieser Begriff Toleranz bringt gar nichts,
wenn man nicht auch an die Wurzeln geht und vielleicht auch
gegen Ungerechtigkeit und Bildungsmissstände, Arbeitslosigkeit
und rechte Polemik der Politiker vorgeht. Jeder Mensch, der
sich für mündig hält und somit auch einen Standpunkt
hat, muss den Begriff Zivilcourage vertreten. Dazu gehört
auch, dass man beim Erkennen von Ungerechtigkeiten oder brenzligen
Situationen einschreitet (auch wenn man nur zum Handy greift
oder rumschreit), denn man kann von einem körperlich schwachen
Menschen nicht erwarten, dass er sich selbsmörderisch in
die Schlacht wirft.
Viele schöne Grüße von den Sportfreunden. Wir
wünschen Augen auf - Zivilcourage zeigen viel Erfolg.
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| ::: SPORTFREUNDE STILLER :::
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Es ist nicht immer leicht, Stellung zu beziehen und es
ist auch nicht immer interessant, politisch aktiv zu werden,
aber es ist unumgänglich, etwas gegen die braune Brut zu
tun. Rechtsradikale Übergriffe häufen sich und selbst
für Menschen wie uns, die, nicht zuletzt durch die Stadt
in der wir leben, eine multikulturelle Gesellschaft immer genossen
haben, wird es unumgänglich, deutlich zu machen, daß
wir genau diese bunte Menschen-Mischung lieben und unter keinen
Umständen ein anderes, als ein kunterbuntes Deutschland
wollen.
Und so abgedroschen folgender Spruch auch sein mag, so wahr
ist er auch: Jeder Mensch ist Ausländer, fast überall!!!!
Deshalb unterstützen wir die Initiative Augen auf -
Zivilcourage zeigen. |
| ::: DELICATE :::
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Auf persönliche wirtschaftliche und seelische Nöte
und Ängste mit Wut, Hass und Agressionen zu reagieren,
ist leider eine verbreitete Eigenschaft der Menschen und wohl
sehr schwer zu verändern.
Man kann aber versuchen zu verhindern, dass rechte Hetzer diese
Aggressionen politisieren und bündeln, um ein Klima der
Bedrohung für ausländische Mitbürger und Randgruppen
zu schaffen. Die Rechten schweigen nämlich nicht, sie polemisieren
und manipulieren. Deswegen dürfen wir Anderen nicht feige
und gleichgültig den Mund halten. Wir müssen ein Gegengewicht
schaffen und Minderheiten den Schutz und die Zugehörigkeit
zur vernünftigen Mehrheit geben. Darum unterstützen
wir von JBO die Aktion Augen auf - Zivilcourage zeigen.
::: JBO :::
Erstmal eines vorweg: Die große Mehrheit der deutschen
Bevölkerung ist wohl gegen Intoleranz, Rassismus und rechte
Gewalt.Man schüttelt den Kopf über die plumpen Parolen
der rechten Szene und hofft, dass sich da schon jemand
darum kümmert und die ganze Sache eine Randerscheinung
bleibt.
In unserer heutigen reizüberfluteten und abgestumpften
Gesellschaft ist es eben für viele Leute bequem und einfach
vor Gewalt und Agitation - die sich nicht direkt und unmittelbar
gegen sie selbst richtet - die Augen zu verschließen und
wegzuschauen. Kein Wunder - passive Konsumhaltung ist wohl der
Preis unserer Wohlstandsgesellschaft, Aktion erfordert Energie
und die Bereitschaft, sich mit Problemen auseinanderzusetzen,
statt sie wegzuschieben.
Es ist daher sehr wichtig, dass es Aktionen wie Augen auf
- Zivilcourage zeigen gibt, die rechte Tendenzen aufzeigen,
sich für Verständigung einsetzen und somit einen Startpunkt
für persönliches Engagement bieten!
Wir von Fiddler's Green unterstützen daher die Aktion
Augen auf - Zivilcourage zeigen und wünschen ihr viel
Erfolg!!!
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Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus
ist froh über die Aktion Augen auf Zivilcourage
zeigen, denn Stadt und Region brauchen ein Klima, in dem
sich die knapp 3000 ausländischen Mitmenschen darunter
rund 1000 ausländische Studierende selbstverständlich
wohlfühlen können. Die internationalen Studenten sollen
sich gerne an Cottbus erinnern, wenn sie in ihre Heimatländer
zurückkehren. Dies ist die Basis, auf der sich ein dauerhafter
Kontakt zwischen Cottbus und Ländern in allen Kontinenten
entwickeln könnte. Kulturelle und wirtschaftliche Beziehungen
in einer zunehmend globaler agierenden Welt gehören heute
zur Selbstverständlichkeit.
Aber nicht allein aus wirtschaftlichen Interessen heraus ist
es so wichtig, ein Klima der Toleranz zu schaffen, sondern es
ist schlicht ein Gebot der Menschlichkeit. Auch Flüchtlinge
aus Krisenregionen und Asylsuchende sollen sich in Cottbus und
Umgebung zuhause fühlen. Darum ist es wichtig, dass jeder
einzelne sich diese Aufgabe zu eigen macht. Deshalb: Augen
auf, wenn die Menschenwürde angegriffen wird und
im Rahmen des Möglichen Zivilcourage zeigen,
wenn es notwendig ist! |
| :::PROF. ERNST SIGMUND, Präsident der BTU Cottbus::: |
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