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Sehen =

 
 
 
 
 
 
Seinen Blick auf etwas richten.
Betrachten, unterscheiden, entdecken.
Schauen Sie mal.
Jemandem sein Gehör schenken.
Lauschen, aufhorchen, zuhören.
Hören Sie doch.
Das Höchste der Gefühle.
Spüren, anfassen, empfinden, berühren.
Greifen Sie zu.
Etwas mit dem Geruchsinn aufnehmen.
Einatmen, schnüffeln, erfahren.
Schnuppern Sie rein.
 

 

Augen auf

 
 
 

Initiative Augen auf - Zivilcourage zeigen

Grundlegendes Ziel von Augen auf - Zivilcourage zeigen ist es, als Initiative Toleranz und Zivilcourage in Ostdeutschland zu fördern. Wir wollen Demokratiebewußtsein und den europäischen Gedanken stärken und Entwicklungen hin zum Chauvinismus und Rechtsextremismus entgegen wirken. Unsere Hauptziele liegen in der Aktivierung und Stärkung der Bürgerbeteiligung u. des Ehrenamtes, in der Vorurteilsbekämpfung, im Ausbau und der Pflege sozialer Netzwerkarbeit und in der Durchführung von Jugend und Kulturprojekten mit bildungspolitischem Anspruch.

Gegründet hat sich die Initiative Augen auf - Zivilcourage zeigen im November 2000 in Zittau, weil es Zeit wurde aufzustehen für Artikel 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar”. Nach diesem Credo arbeiten wir als Initiative zusammen mit den verschiedensten Vereinen. Mit uns ist so lange zu rechnen, wie dieser Würde der nötige Respekt nicht entgegengebracht wird. Wir wollen unsere Augen nicht verschließen vor Diskriminierung, Alltagsrassismus und Menschenverachtung. Durch Workshops, Festivals, Diskussionen, Musikveranstaltungen, Ausstellungen, Vorlesungen, Sportveranstaltungen, Theatervorstellungen und vielem mehr soll eine Ebene des kommunikativen Miteinanders hergestellt werden, denn der vielverbreitete Begriff des Alltagsrassismus nimmt in Ostdeutschland immer mehr Gestalt an.

Indem wir zum einen möglichst viele Menschen mit unserer Arbeit ansprechen und zum anderen zeigen, dass es für verschiedene Interessengruppen eine gemeinsame Basis gibt, offenbaren wir Alternativen für ein friedliches Nebeneinander verschiedener Kulturen.

Vereine, die sich diesen Zielen ebenso verpflichtet sehen, können und sollten mit uns in Kontakt treten. Nur gemeinsam sind wir stark!
 


Aktueller denn je - Kurt Tucholsky "Rosen auf den Weg gestreut":

Rosen auf den Weg gestreut

Ihr müßt sie lieb und nett behandeln,
erschreckt sie nicht – sie sind so zart!
Ihr müßt mit Palmen sie umwandeln,
getreulich ihrer Eigenart!
Pfeift euerm Hunde, wenn er kläfft –:
Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft!

Wenn sie in ihren Sälen hetzen,
sagt: »Ja und Amen – aber gern!
Hier habt ihr mich – schlagt mich in Fetzen!«
Und prügeln sie, so lobt den Herrn.
Denn Prügeln ist doch ihr Geschäft!
Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft.

Und schießen sie –: du lieber Himmel,
schätzt ihr das Leben so hoch ein?
Das ist ein Pazifisten-Fimmel!
Wer möchte nicht gern Opfer sein?
Nennt sie: die süßen Schnuckerchen,
gebt ihnen Bonbons und Zuckerchen ...

Und verspürt ihr auch
in euerm Bauch
den Hitler-Dolch, tief, bis zum Heft –:
Küßt die Faschisten, küßt die Faschisten,
küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft –!